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vom 03.06.2021, aktuelle Version,

Burgruine Pfeffersberg

Burgruine Pfeffersberg
Burgruine Pfeffersberg

Burgruine Pfeffersberg

Staat Italien
Ort Burgerbichl, Burger Hügele
Entstehungszeit um 1194
Burgentyp Hügelburg
Erhaltungszustand Ruine
Ständische Stellung Ministeriale
Geographische Lage 46° 43′ N, 11° 39′ O
Höhenlage 740 m s.l.m.
Burgruine Pfeffersberg (Südtirol)

Die Burgruine Pfeffersberg, auch Pfefferburg genannt, ist eine Burgruine am Pfeffersberg am Westhang des Talkessels von Brixen. Der Burghügel fällt nach drei Seiten steil ab und ist gegen die Bergseite im Westen durch eine Einsenkung mit Rückfallkuppe geschützt. Hier wurde eine vorgeschichtliche Siedlung festgestellt. Eine Schatzsage, die sich auf das Schloss Pfeffersberg bezieht, deutet auf ihr hohes Alter hin. Auf der Kuppe des Hügels befinden sich die Fundamente des Bergfrieds und weiter östlich 3 m hohe, ca. 1,20 m dicke Mauern, die von der Ringmauer herrühren, die hier wahrscheinlich mit dem Palas verbaut war. Diese Ringmauer ist von weither sichtbar und wird fälschlicherweise für eine Weinbergmauer gehalten. Zwischen Bergfried und Ringmauer befinden sich die Reste eines alten Brunnens. Die gesamte Anlage ist stark von Gestrüpp überwachsen, sodass ihre Ausmaße nur schwer erkennbar sind. Der Hügel bietet eine gute Aussicht über die Stadt Brixen und das gesamte Talbecken.

Geschichte

Die Burg Pfeffersberg (castrum Pfefferwurg) wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts (1194) auf dem 740 Meter hohen Moränenschuttkegel zwischen dem Burger- und Oberebnerhof erbaut. Als Erbauer gilt Hermann vom Michaelstor (de Porta sti. Michaelis) ein Bruder des Ministerialen und Burggrafen Albert, Begründer des Geschlechts der Voitsberger. Dieser Hermann nannte sich von nun an „von Pfefferberg“. Das Geschlecht starb aber schon um 1260 mit Hermanns Enkeln Gottschalk, Arnold und Konrad aus und fiel daraufhin an die Herrn von Voitsberg zurück. Urkundlich wird die Burg Pfeffersberg 1233 erwähnt, als dort Bischof Heinrich dem Domkapitel gewisse Einkünfte bestätigte. Im Zuge der Fehde zwischen den Voitsbergern und Bischof Bruno wurde die Burg Voitsberg geschleift, die Burg Pfeffersberg wurde schwer beschädigt und daraufhin verlassen. Die Burg verfiel zusehends und wurde von den umliegenden Bauern als Steinbruch benutzt. Marx Sittich von Wolkenstein schrieb in seiner Tirolischen Chronik (um 1600): „außer Brixen der Stadt, nicht weit auf ainen pichel ist ein alter thuren genant Pfeferwurg, aber ist alles zerfallen … hat sein eigenen gerichtel zue gehabt, genant Pfeferwurg, geheart aber iaz unther der stadt Brixen obrigkeit“. Noch bis 1830 ragten der Bergfried und die Teile des Palas auf, weshalb man die Ruine den „öden Turm“ nannte. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Reste des Bergfrieds von Studenten zerstört, die Mauersteine wurden zum Bau des Postgebäudes in der Trattengasse verwendet. Heute werden der Hügel und der Platz davor vom Grundeigentümer privat genutzt. Die Mauerreste des Bergfrieds und des Brunnens sowie die Ringmauer harren noch ihrer Freilegung.

Literatur

  • Martin Bitschnau, Oswald Trapp: Pfeffersberg. In: Oswald Trapp (Hrsg.): Tiroler Burgenbuch. IV. Band: Eisacktal. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1977, S. 22–23.
  • Ignaz Mader: Die Ortsnamen der Gemeinde Pfeffersberg bei Brixen a. E. (= Schlern-Schriften 37). Wagner, Innsbruck 1937. (online)
  • Arthur Maria Scheiber: Die Burggrafen von Brixen bis zur Erbauung der namengebenden Burg Voitsberg. Wien 1947–1949.
Commons: Burgruine Pfeffersberg  – Sammlung von Bildern

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Diese Datei zeigt das Baudenkmal mit der Nummer 17576 in Südtirol. Eigenes Werk Uwelino
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Ruine Pfeffersberg Eigenes Werk Walter Schatzer
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Ruine Pfefferburg; Tuschezeichnung aus dem Jahr 1804 von Roschmann auf der der Bergfried und Teile des Pallas noch klar erkennbar sind Ignaz Mader: Die Ortsnamen der Gemeinde Pfeffersberg bei Brixen, Schlern-Schriften 37 Roschmann
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Untereben und Burgfrieden mit dem Hügel Pfefferburg Eigenes Werk Walter Schatzer
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